Antikwerkstatt Frank Klauber in Quedlinburg – Einblicke in unsere Arbeitsabläufe

Sichtung und Planung:

Jedes Restaurierungsobjekt muss vor seiner Aufarbeitung einer eingehenden Untersuchung unterzogen werden. Welches Schadensbild liegt im konkreten Fall vor, welche Teile müssen erneuert werden, chemische oder mechanische Aufnahme der Oberfläche, Beschädigungen des Blindholzes und der Furniere, Ergänzung fehlender Teile, Festlegung des Oberflächenauftrags sowie alle anderen Arbeiten werden festgelegt und geplant.

Reinigung/ Ablaugen/Abbeizen:

Das Aufnehmen des alten Oberflächenauftrages kann chemisch (Abbeizen), mechanisch (Schleifen) oder termisch (Heißluftpistole) erfolgen. Dabei werden Verschmutzungen und eventuell der nicht originale Oberflächenauftrag entfernt. Im Vorfeld wird das Restaurierungsobjekt zerlegt, Schlösser; Beschläge; Bänder und eventuelle Verglasungen entfernt.

Ausbesserung bzw. Reparaturen des Konstruktionsholzes und der Furniere:

Alle Ausbesserungs- bzw. Ergänzungsarbeiten am Massivholz der Möbel werden durchgeführt, mechanische Beschädigungen oder Schäden durch Holzschädlinge werden durch einsetzen entsprechendes Massivholzes beseitigt. Alle erforderlichen Furnierarbeiten wie z.B. Ergänzung von Fehlstellen, Festlegen gelöster Furniere oder Neufurnierung werden vorgenommen.

Bekämpfung von Holzschädlingen:

Wenn ein Schädlingsbefall festgestellt wird, wird dieser mit einem zuverlässig wirkenden Holzschutzmittel bekämpft und so einem weiteren zukünftigem Befall vorgebeugt.

Oberfläche: Schleifen; Beizen; Grundieren; Polieren:

Bei der Auswahl des Oberflächenauftrages sind wir um historische Authentizität bemüht. Zu den Oberflächenarbeiten gehört das Schleifen mit verschiedenen Körnungen, das Beizen (Farbgebung), das Grundieren, das Schließen von Schadstellen mit Weichwachs, die Durchführung von Retuschen an Hölzern und Furnieren und das Aufbringen des erforderlichen Oberflächenauftrages nach historischem Vorbild.

Dabei unterscheiden wir zwischen dem Auftragen eines Öles, eines Wachses (z.B. Weichholz- oder Eichenmöbel) und dem Polieren der Oberfläche mit Schellack von Hand. Schellack ist ein in Alkohol gelöstes Harz, der in einem langwierigen und aufwändigen Handpolierverfahren aufgetragen wird.

Zusammenbau/Endabnahme und Dokumentation:

Bei diesem Arbeitsschritt wird das Restaurierungsobjekt wieder zusammen gesetzt. Hierzu werden Bänder, Schlösser und Beschläge gereinigt, geölt, leicht gangbar gemacht, fehlende Schlösser und Beschläge werden ergänzt. Fehlende Teile werden ersetzt.

Abschließend erfolgt die Endkontrolle, dabei wird auf die Funktionsfähigkeit besonderes Augenmerk gelegt.

Auf Wunsch dokumentieren wir fortlaufend die Arbeiten in Bild und Text und erstellen eine umfangreiche Restaurierungsdokumentation und Wertgutachten.

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